Ärzte und Optiker - Ihre Partner 
bei Sehbehinderungen!

Schlagen wir morgens die Zeitung auf und können zwar die Überschrift, aber nicht den dazugehörigen Artikel lesen, so bedeutet das schon einen tiefen Einschnitt im täglichen Leben.

Das Lesen einer Zeitung, das Ausfüllen von Formularen, all das ist für uns selbstverständlich, solange wir gut sehen.

Nicht mehr lesen zu können, Schwierigkeiten beim Lesen in der Nähe, beim Kochen, beim Handarbeiten, bei all den täglichen Arbeiten des Lebens lassen uns erst einmal hilflos werden. Selbst das einfachste Hobby wird anstrengend bei eintretender Sehbehinderung.

 

Die Schwierigkeiten beim erkennen von Ampeln, Busnummern und Fahrplänen, Orientierung im Freien machen den Sehbehinderten zusätzlich ängstlich. Selbst das Fernsehen macht müde, man hat Mühe zu folgen, es ist einfach anstrengend. Dies bedeutet häufig Beschneidungen der Lebensqualität.

Lebensqualität bedeutet doch für einen Sehbehinderten, ohne fremde Hilfe am täglichen Leben teilnehmen zu können.

 

„Was ist eigentlich eine Sehbehinderung?“

Nach einer Definition im Bundessozialhilfegesetz ist eine Sehbehinderung eine Reduzierung der zentralen Sehschärfe auf 30% oder weniger bis zu 5%. Unterhalb von 5% Sehvermögen spricht man von hochgradiger Sehbehinderung und unterhalb von 2% Restsehvermögen von praktischer Blindheit. Eine weitere wichtige Sehfunktion ist die Lesefähigkeit. Lesen ist nur dann möglich, wenn ein Minimum an Ausdehnung noch funktionsfähiger Netzhaut mit ausreichender Sehschärfe vorhanden ist.

Über eine Gesichtsfeldmessung kann der Augenarzt prüfen, ob Lesefähigkeit vorhanden ist. Für die Beratung und Versorgung eines Sehbehinderten ist neben der Diagnose eines Augenarztes die Ermittlung des Sehwunsches („Was will der Sehbehinderte noch arbeiten, lesen oder Fernsehen?“) auch von größter Wichtigkeit. Der Augenarzt oder der Augenoptiker berechnen nach der vorhandenen Restsehschärfe den Vergrößerungsbedarf. Einen geringeren Vergrößerungs-bedarf versorgen wir mit einer starken Lesebrille oder einer einfachen Lupe. Lupen mit Beleuchtung (LED), Fernrohrbrillen, Lupenbrillen und Fernsehlesegeräte werden für einen höheren Vergrößerungsbedarf verwendet. Mit einer Fernrohrbrille erreichen wir die notwendige Vergrößerung für das Fernsehen mit einer bequemen Entfernung.

Es werden dann, nach der Ermittlung des Vergrößerungsbedarfs, verschiedene Sehhilfsmittel ausprobiert und nach Rücksprache mit dem Augenarzt wird dann ein Sehhilfsmittel befürwortet und in der Regel auch verordnet. Das Rezept wird mit einem Kostenvoranschlag vom Augenoptiker bei der zuständigen Krankenkasse zur Genehmigung eingereicht.

Selbstverständlich steht es jedem Sehbehinderten auch frei, sich alle vergrößernden Sehhilfen selbst, privat zu kaufen.

Der Augenoptiker, der sich auf die Versorgung sehbehinderter Menschen spezialisiert hat, hat in seinem Geschäft die unterschiedlichsten vergrößernden Sehhilfen, von der einfachen Lupe bis hin zur Fernrohrlupenbrille, um sie mit dem Sehbehinderten auszuprobieren.

Die Versorgung sehbehinderter Menschen mit entsprechenden Hilfsmitteln stellt eine sehr hohe Anforderung an Augenarzt und Augenoptiker und nur eine gute Zusammenarbeit führt für den Sehbehinderten zum Erfolg.